2 von 3Wie sind wir hierher gekommen? (Episode 1) · 3 Kapitel

1.2 Steckt Gott in den Details?

Damit die Welt überhaupt existieren kann, bedarf es einer erstaunlich perfekten Mischung von Umständen. Ist das Zufall oder Absicht?

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Romans 1:20
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Transkript

German, Standard (Deutsche)
Man nimmt gelegentlich an, dass sich Wissenschaft und Glaube nicht vertragen dass man sich entscheiden muss zwischen den zwei. Oder es gibt Meinungen wie: Das Thema des Glaubens ist interessant, doch mir erscheint alles Wissenschaftliche plausibler. Doch meiner Meinung nach muss es nicht so „schwarz“ und „weiß“ sein. Denn es gibt wirklich leidenschaftliche Wissenschaftler, die aber auch an Gott glauben. Es ist ebenfalls nicht so, dass ein Gläubiger die Wissenschaft völlig ignorieren müsste. Viele wichtige Theorien und Entdeckungen über das Universum stammen von gläubigen Menschen. Zum Beispiel Blaise Pascal, Isaac Newton, und Robert Boyle – um nur einige zu nennen. Wer die Unterschiede zwischen Wissenschaft und Glauben hervorheben möchte, dem ist sicherlich klar, dass „beide Parteien“ das Universum zu verstehen versuchen. Wissenschaft versucht die Fragen des „Wie“ und „Wann“ zu beantworten, währenddem der Glaube uns Antworten bringt auf die Fragen des „Wer“ und „Warum“. Je mehr wir forschen, desto mehr wird uns bewusst, wie unglaublich und unwahrscheinlich es eigentlich ist, dass es überhaupt Leben gibt. Ein Beispiel ist der englische Physiker Paul Davies. Er sagt, dass die Naturgesetze einem äußerst genialen Design entspringen müssen. Anders gesagt: Vom unendlich weiten Sonnensystem, das uns umgibt, bis zu den unglaublich komplexen Zellen, die unseren Körper ausmachen, scheint es dieses spezifische Design, diesen Sinn zu geben, sodass etwas aufrechterhalten wird, was eigentlich in Chaos ausarten müsste. Stellen wir uns einmal ein riesengroßes Mischpult vor - wie dies bei Konzerten üblich ist. Oder noch besser: Stellen wir uns einen Raum voller Mischpulte vor, mit hunderten, tausenden Skalen, Knöpfen und Reglern. Ein Universum, das nun Leben hervorbringen soll, erfordert, dass jede Drehscheibe, jeder Knopf und jeder Regler präzise eingestellt sind. Sagen wir, dass ein Regler die Entfernung der Erde zur Sonne steuert. Würde die Position des Reglers nur einen Millimeter abweichen, würde unser Planet verbrennen. Ein Millimeter zur anderen Seite - und der Planet würde zu Eis erstarren. Würde sich die Schwerkraft nur ein kleines Maß unterscheiden, würden wir in die Sonne oder in die Dunkelheit hinausgeschleudert. Bei einem nur wenig geringeren Sauerstoffgehalt wäre das Leben unmöglich. Der amerikanische Wissenschaftler Francis Collins zählt 15 Konstanten des Universums auf, die Schwerkraft, die Lichtgeschwindigkeit, der Siedepunkt von Wasser. Jede dieser Konstanten besitzt exakte Werte. Weicht eine nur um 0,000001 ab, wäre nicht nur das menschliche Leben im Universum unmöglich, sondern wahrscheinlich gäbe es auch weder Sterne noch Planeten. Das Faszinierende ist hier, dass unsere Welt in einem sehr sensiblen Gleichgewicht gehalten wird. Eine einzige Veränderung würde eine Katastrophe auslösen, sodass Menschen nicht mehr lebensfähig wären. Der theoretische Physiker und Atheist Stephen Hawking sagte einmal, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Universum wie das unsere aus so etwas wie dem Urknall hervorgeht, enorm gering ist. Hawking sagte, es wäre schwierig zu erklären, warum das Universum genauso begonnen hätte, ausser durch einen Schöpfungsakt Gottes, der Lebewesen wie uns erschaffen wollte. Das ist eine sehr wichtige Aussage eines Genies, wie es jede Generation nur einmal hervorbringt. Doch auch wenn Hawking Gott als möglichen Antwortansatz zum Verständnis der Komplexität des Universums zuließ, lieferte er – wie auch andere beachtliche Wissenschaftler - alternative Erklärungen. Ich selbst komme aus dem Staunen nicht heraus, wenn ich mir anschaue, was es braucht, damit das Universum überhaupt existieren kann. Und wenn ich all die Schönheit um mich herum betrachte, werde ich an einen Bibelvers des Apostels Paulus erinnert. Er sagt sinngemäß: Seit es die Welt gibt, haben Menschen die Erde und den Himmel gesehen. Durch alles, was Gott erschaffen hat, können sie die unsichtbaren Eigenschaften – seine ewige Macht und sein göttliches Wesen – deutlich erkennen. Sicherlich kann es sein, dass unsere Existenz auf Glück oder Wahrscheinlichkeit gründet, aber das ist so unvorstellbar wie ein Affe, der ein Shakespeare-Sonnet auf einer Schreibmaschine tippt. Somit haben wir uns für eine von zwei Schlussfolgerungen zu entscheiden. Entweder wir alle entspringen einem völlig unfassbaren Glücksfall… oder einem atemberaubenden Design.
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