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1.3 Was bedeutet dieses Leben?
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3 von 3Clip 3 von 3Wie sind wir hierher gekommen? (Episode 1) · 3 Kapitel
1.3 Was bedeutet dieses Leben?
Dieser Kurzfilm stellt die Fragen: "Was bedeutet dieses Leben?" und "Was steckt hinter den Sehnsüchten und Wünschen des menschlichen Herzens?"
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TeilenEcclesiastes 3:11
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German, Standard (Deutsche)
Wir haben das Teleskop und das Mikroskop bemüht, um
Argumente für die Existenz Gottes zu finden.
Doch so interessant oder überzeugend sie auch sind,
es sind Argumente von da draussen.
Um diesem Thema gerecht zu werden, müssen wir auch die Argumente von da drinnen einmal betrachten.
Wir alle wissen, dass dieses Leben einen hohen Wert hat.
Wir sagen Sachen wie: "Verschwende dein Leben nicht."
Wir können jedoch nur etwas verschwenden, was einen hohen Wert hat.
Wenn wir einen hohen Grad der Freude und Zufriedenheit erleben, sagen wir etwa:
"Ich fühle, dass ich genau aus diesem Grund auf diese Erde gestellt wurde.“
Oder: "Ich muss dies oder jenes einfach tun."
Machen wir uns da etwas vor?
Ist dies unser Versuch einer Sinnstiftung in einer Welt, die eigentlich keinen Sinn hat?
Wir scheinen ohnehin die einzigen Lebewesen zu sein,
die sich jene Frage überhaupt stellen: „Welchen Sinn hat dieses Leben eigentlich?“
Wenn es nun keinen Gott gibt, dann sind wir nur eine
zufällige Anordnung von Atomen -
auch wenn alles um uns herum, auch wenn wir selbst schön sind.
Dies klingt nun eher nüchtern und kalt,
doch wenn man die Existenz Gottes als Argument ablehnt,
dann ergibt sich keine höhere Bedeutung, auf die unsere Existenz verweist.
Das heißt natürlich nicht, dass wir mit einem völligen Sinnverlust
der Gegenwart oder unseres Lebens auskommen müssen.
Doch was löst den Impuls in uns aus, einen Sinn stiften zu wollen?
Es gibt einfach Dinge, die uns den Atem verschlagen.
Sind das nicht einfach nur Worte und Themen,
die eine Reaktion im Gehirn auslösen sollen,
sodass wir den Impuls erhalten, die Welt verbessern zu wollen?
Nehmen wir das Thema Liebe.
In einer Welt ohne höhere Ordnung oder Absicht
ist die Liebe lediglich ein biochemischer Vorgang.
Wenn jedoch das Leben lediglich chemisch oder biologisch zu
erklären ist, warum ist dann für uns, wenn wir am Krankenbett unseres
Geliebten sitzen, der Ton des Herzmonitors der bedeutsamste
Klang der Welt?
Warum ist uns jeder dieser Töne so wichtig?
Wenn wir Schicksalsschläge erleben,
etwa den Tod eines Nahestehenden oder eine schmerzhafte Trennung,
dann „bricht uns dies das Herz“.
Aber was heißt das eigentlich?
Unsere Herzen schlagen ja noch.
Es geht hier um etwas anderes: Um das, was wir im übertragenen Sinne „Herz“ nennen,
gewissermaßen unser innerstes Wesen.
An diesem Ort fühlen wir den tiefsten Schmerz für all jene, die wir verloren haben
und die Abwesenheit von dem was wir uns wirklich zutiefst wünschen.
Doch warum streben wir nach etwas, warum hegen wir Wünsche?
Wie erklären wir dies?
Auf der einen Seite haben wir körperliche Bedürfnisse, wie Hunger.
Gerade im Moment etwa ist mir nach einer Schokoladenwaffel mit Vanilleeis.
Doch nur weil ich mir etwas wünsche, heißt dies nicht, dass ich es auch bekomme.
Doch dass ich überhaupt Appetit habe, verweist doch darauf, dass Lebensmittel existieren!
Und dann gibt es Sehnsüchte und Wünsche
die noch viel tiefer gehen – in emotionaler und spiritueller Weise.
Wir haben zum Beispiel ein Bild von unserer Zukunft vor Augen
oder wir wir wollen unbedingt Teil von etwas Grösserem als uns selbst sein
oder wir werden von dem Bestreben getrieben, in unserem Leben etwas Nachhaltiges zu bewirken.
Ist unsere Hoffnung auf etwas Wahrhaftigeres, Tiefgründigeres, Erfüllenderes
ein Verweis auf die Existenz von etwas oder jemand Anderem?
C.S. Lewis, der Autor der „Chroniken von Narnia“, sagte einmal:
"Wenn ich Wünsche in mir spüre, die durch nichts in dieser Welt erfüllt werden können,
dann lässt sich das logisch nur so erklären, dass ich für eine andere Welt erschaffen bin.“
Die Bibel verweist stets darauf, dass jene andere Welt der Himmel ist,
dass es sich bei „jenem anderen“ um Gott handelt
und dass wir Gottes Ebenbild sind.
Es geht hier sicherlich nicht darum, wie meine Arme und Beine
aussehen oder mein seltsames Muttermal auf meinem Rücken.
Nein, ich meine mein Bewusstsein, meine Beschaffenheit,
meine Natur, meine Fähigkeiten, nicht nur zu überleben,
sondern zu erschaffen, zu lieben, mir etwas vorzustellen
– und all das ist ein Spiegelbild des Gottes, der mich erschuf.
Nun gibt es sicherlich Menschen, die behaupten, dass alles, was uns definiert,
nämlich Liebe, Freude, Romantik, Vorstellungskraft, Kreativität,
nur eine chemische Reaktion sind.
Doch wie aussergewöhnlich ist es, dass sich ein Universum aus dem „Nichts“
bildet und etwas scheinbar Unmögliches hervorbringt, nämlich ideale Lebensbedingungen,
aus denen Menschen hervorgehen,
die sich selbst und andere wahrnehmen
und dann sollte man noch sagen, dass diese scheinbare Unmöglichkeit „keinen Sinn“ in sich trägt?
Denn wir leben, als ob all dies einfach alles für uns bedeuten würde.