1 von 3Ist Jesus real? (Episode 2) · 3 Kapitel

2.1 War Jesus der echte Mann?

Woher wissen wir, dass die Geschichte wirklich passiert ist? Dieser kurze Film stellt diese Frage in Bezug auf das, was wir in der Bibel über Jesus lesen.

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John 6:69
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Transkript

German, Standard (Deutsche)
Es gibt nichts Faszinierenderes als die Antike Sie ist geheimnisvoll und verblüffend, so dass viele um den halben Globus reisen, um sie zu erforschen. Wie dieser Ire. Wir sind neugierig darauf, die Wahrheit über diese verschwundenen Völker herauszufinden, über die alten Griechen, die Römer und die berühmtesten: die ägyptischen Pharaonen. Es gibt sie nicht mehr, doch ihre Geschichten und Heiligtümer sind immer noch da. Und man wird über sie so lange erzählen, wie es Menschen gibt. Am berühmtesten jedoch ist eine Person der Antike, die heute noch Millionen Menschen beschäftigt: Jesus Christus. Ich weiß, dass ich hier an einem Ort stehe, der von vielen als Mitte der Welt bezeichnet wird, dessen geschichtliche Bedeutung jedoch nicht der der Pharaonen gleichkommt und von vielen angefochten wird. Die Weltregionen erzählen unterschiedliche Geschichten über Jesus Christus. Und so liegt es nun in unserer Verantwortung, die Wahrheit über ihn herauszufinden und in eigenem Ermessen zu entscheiden. Die ägyptischen Hieroglyphen, die wir heute noch mit eigenen Augen sehen, sind glaubwürdig, weil sie Beschreibungen des antiken Lebens sind, von Augenzeugen, die vor Ort waren. Dasselbe, so denke ich, gilt auch für Jesus. Von allen historischen Berichten über Jesus, die uns vorliegen, stammen die nachprüfbarsten und glaubwürdigsten von jenen Augenzeugen, die ihm am nächsten standen. Die ägyptischen Augenzeugen sind vergleichbar mit den Augenzeugen von Jesus, denn beide Gruppen hätten niemals vorausgeahnt, dass ihre Berichte von Millionen erforscht, nach 2000 Jahren immer noch gelesen und sich zum ewigen Bestseller des Buchhandels entwickeln würden. Sie haben ihre Berichte lediglich für ihre Freunde niedergeschrieben und für Ortsgemeinden, die mehr wissen wollten. Und diese kurzen Bücher sind die Evangelien, was nichts anderes heisst als “gute Neuigkeiten“. Es waren vier Autoren: Matthäus, Markus, Lukas, Johannes. Die allgemeine Frage über diese Evangelien und eigentlich die gesamte Bibel ist jedoch, ob das, was wir heute in der Bibel lesen, der gleiche Text ist, wie vor 2000 Jahren? Und kann man dem vertrauen? Man kritisiert nämlich das Christentum mit dem Argument, dass die Urschriften über Jesus geändert wurden im Sinne einer Agenda, die die ersten Christen gehabt hatten. Können wir diesen Schriften also trauen? Nun – Historiker prüfen sicherlich Kriterien, anhand derer sie entscheiden, ob ein Schriftstück als zuverlässig eingestuft werden kann. Sie fragen nämlich etwa: Wie kurzfristig nach den Ereignissen wurde ein Bericht verfasst? Wie viele Abschriften der Geschichte gibt es und sind sie textgetreu? Gibt es Aufzeichnungen von Augenzeugenberichten? Nehmen wir Alexander den Großen, einer der berühmtesten Eroberer der Antike. Er lebte 300 Jahre vor Jesus. Doch die Berichte über ihn, die uns heute vorliegen, wurden frühestens 300 Jahre nach seinem Tode verfasst. Nämlich von den Historikern Arrian and Plutarch, die offensichtlich Alexander oder dessen Zeitgenossen nicht persönlich kannten. Doch trotz dieser Zeitlücke akzeptieren wir ihre Geschichtsschreibung als zuverlässigste Quellen über Alexander, denn uns liegen keine Quellen aus seiner Lebenszeit mehr vor. Ebenso kennen wir alle den römischen Feldherrn Julius Cäsar, geboren im Juli des Jahres 100 v. Chr. Doch das Interessante ist, dass innerhalb der 1000 Jahre nach seinem Tod nur 20 Abschriften seiner Biographie im Umlauf waren. Auch wenn uns nur ein geringes Maß an Informationen vorliegt, gilt dies für uns als Geschichtsschreibung. Sicherlich sind diese Berichte historisch ernstzunehmen. Doch hier kommt der springende Punkt: Was die historische Genauigkeit angeht, gibt es mehr Grund, den Berichten über Jesus zu glauben, als denen über Alexander den Großen oder Cäsar. Die Urschriften wurden nicht lange nach dem Leben von Jesus verfasst, einige innerhalb von nur 30 Jahren, als immer noch Augenzeugen lebten, die die Details bestätigen konnten. Bezüglich der Präzision der Abschriften , liegen uns über 5‘000 antike Manuskripte vor, die Texte oder Textteile des Neuen Testaments enthalten. Und das betrifft nur die griechischen Manuskripte. Weiterhin gibt es mehr als 8.000 lateinische Abschriften und 9.000 in vielen anderen Sprachen. All dies entstand innerhalb von 300 Jahren nach Jesu Tod. Und über Caesar entstanden nur 20 Abschriften innerhalb von 1.000 Jahren. Also hinsichtlich der historischen Aufzeichnungen kann man sagen, dass Jesus eine Klasse für sich ist. Seine Geschichte wurde weltbekannt - innerhalb nur einer einzigen Generation. Nicht schlecht für den Sohn eines unverheirateten Bauern auf der Flucht in einer dunklen Ecke des damals weltgrößten Reichs. Wenn wir also davon ausgehen, dass die Berichte über Alexander den Großen und Julius Caesar historisch verlässlich sind, sollten wir dann nicht die historischen Berichte über Jesus als Wahrheit annehmen?
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