3 von 3Ist Jesus real? (Episode 2) · 3 Kapitel

2.3 Warum sollte ich an die Bibel glauben?

Könnten die Geschichten von Jesus erfunden worden sein? Es gibt genug interessante und spezifische Details, die es unwahrscheinlich machen.

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John 20:31
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Transkript

German, Standard (Deutsche)
Wer von uns hat denn nicht schon beim Erzählen übertrieben? Ich sagte sicherlich nicht immer die volle Wahrheit darüber, wie ich mein Wochenende verbrachte. Ich war nämlich genau hier, und spielte mit meinen Kindern am Schwimmbecken. Doch ich gab anderen gegenüber an, dass ich eigentlich über die Wellen ritt auf diesem fantastischen Schnellboot! Ja, genau! Wir haben alle schon einmal mit manchen Details übertrieben. Das Boot gehört mir nicht einmal. Wir lügen also alle ein bisschen. Doch genau darauf weisen Menschen hin, wenn sie über Jesus reden und darüber, wie sich die Menschen an ihn erinnert haben. Mancher mag meinen, dass die Jünger ihre Jesus-Berichte übertrieben. Wenn wir übertreiben oder Geschichten, erfinden – zumindest in meinem Leben – geht es meistens darum, uns selber besser aussehen zu lassen. Könnten seine Jünger das Leben von Jesus schlichtweg erfunden oder vielleicht ein wenig übertrieben haben? Möglich. Doch ich denke nicht. Aus den folgenden Gründen: Erstens werden in den Evangelien diese ablenkenden und scheinbar unwichtigen Details beschrieben, die sie als Augenzeugenberichte charakterisieren. Fiktive Geschichten aus jener Zeit klangen ganz anders. Diese Details haben nichts Spektakuläres oder Fantastisches an sich. Einmal zum Beispiel, während eines starken Sturms, schläft Jesus unter Deck auf einem Kissen. Dann gibt es die ungewöhnliche Erzählung von dem Mann mit dem Leinengewand, der mit Jesus verhaftet werden sollte. Doch als man ihn ergriff, schlüpfte er aus dem Gewand und floh nackt. Jesus ruft nach Petrus, dessen Boot 100 Meter vom Strand entfernt ist, und sie fangen dann 153 Fische. Diese Genauigkeit ist fast unheimlich. Diese Angaben entsprechen eher den unbedeutenden Details, die man seiner Erinnerung nach erwähnt, doch nicht erfindet. In der Fiktionsliteratur der Gegenwart fügen Autoren so etwas hinzu, um ihre Geschichte glaubwürdiger klingen zu lassen, doch aller Wahrscheinlichkeit nach rührt dieser Erzählstil erst aus dem 18. Jahrhundert. Wenn man den Jüngern so etwas unterstellen würde, würde man sie als vorsätzliche Lügner bezeichnen. Hatten sie ein Motiv dafür? Wenn die Jünger dies nun alles erfunden hätten - warum hätten sie dann noch lebende Zeitzeugen von Jesus namentlich genannt, bei denen die Fakten hätten geprüft werden können? Erzählungen über Jesus kommen in verschiedenen Teilen der Bibel vor. Zum Beispiel die, als Jesus vor den politischen Führern Herodes und Pontius Pilatus aussagt. Er trifft sich unter vier Augen mit einem Mann namens Nikodemus. Jesus heilt die Tochter des Jairus, und der Vater von Alexander und Rufus half ihm, sein Kreuz zu tragen. Wenn du einen stark veränderten oder fiktiven Bericht über einen übernatürlichen Jesus erstellen würdest, würdest du nicht die Namen von echten Leuten integrieren, an authentischen Orten integrieren, die deine Leser jederzeit befragen könnten. Oder wenn du dich selbst in eine grossartige Geschichte hineinschreibst, so dass du ein Nachfolger von Jesus, dem Sohn Gottes bist, würdest du sicher nie auf die Idee kommen, dich selbst und andere wie Idioten aussehen zu lassen, nicht? Wären die Evangelien Fiktion, dann hätten sich die Jünger, die später zu den Leitern der frühen Kirche wurden, sicherlich etwas faszinierender, vielleicht sogar als übermenschlich beschrieben. Doch tatsächlich erwähnen sie ihre Unreife und Unvernunft. Jakobus und Johannes baten Jesus, Blitze in ein Dorf voller Ungläubiger einschlagen zu lassen. Petrus verleugnet Jesus dreimal an dessen Todestag. Mehr als einmal musste Jesus einen Streit der Jünger darüber schlichten, wer von ihnen der Grösste sei. Wenn du also eine Geschichte erfinden willst, die dir Macht verleiht oder dich zum Leiter einer ganzen Bewegung macht wie Petrus, dann erzählst du die Geschichte nicht so, dass man dir, jenem Jünger keine Streichholzschachtel mehr hätte anvertrauen wollen. Und da wir gerade vom Leiter der jungen Kirche sprechen - die Evangelien erwähnen klar, dass Jesus Petrus einmal als Satan bezeichnet. Er meint damit Gottes Erzfeind. Den Teufel persönlich. Hätte Jesus mich als „Satan“ bezeichnet, würde ich dies sicherlich nicht auf Twitter kundtun. Doch dort steht es, weil es wohl tatsächlich geschah. Und noch etwas: Wenn du eine Geschichte über Jesus als den Sohn Gottes, der unter uns gelebt hat , erfinden würdest, Würdest du seine Menschlichkeit so sehr betonen? Warum würdest du erwähnen, dass er müde und hungrig wurde? Weshalb würdest du eine Geschichte über ihn erfinden, wie er weint und Blut schwitzt?, als er betet, vom Kreuz verschont zu werden? Warum würdest du eine Geschichte über Jesus erfinden, wie er auf grausamste, brutalste und demütigendste Weise getötet wird? Und hätten die Jünger so eine Geschichte erfunden, warum hätten sie diese dann tatsächlich mit ihrem Leben verteidigt?
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