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4.3 Verändert das Gebet etwas?
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4.3 Verändert das Gebet etwas?
Manchmal gibt Gott uns Dinge, die ganz anders sind als das, was wir glauben zu brauchen. In diesen realen Begegnungen mit Gott können wir erkennen, wie gut er uns kennt... besser als wir uns selbst kennen.
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Technik bietet uns viele Vorteile.
Manches davon hilft mir echt in meinem Gebetsleben.
Ich nutze beispielsweise „The Bible App“ auf meinem Handy,
um an den meisten Tagen Bibeltexte zu lesen und darüber nachzudenken.
Außerdem liebe ich die Lobpreislieder auf meinem Handy.
Wenn ich meine Dankbarkeit
gegenüber Gott ausdrücken kann, während ich zur Arbeit fahre,
macht mich das bereit für meinen Tag.
Technologie hat aber auch ihre Schattenseiten.
Man kann etwas Einfaches wie zum Beispiel
“Was ist ein Gebet?” in die Suche eingeben
Und erhält nach 0,4 Sekunden 20 Millionen Ergebnisse.
Irgendwie komisch, dass all diese Informationen innerhalb einer Sekunde gefunden werden,
aber man trotzdem mehrere Leben bräuchte, um sie zu erforschen.
Google kann uns im Stich lassen, wenn es im Leben schwierig wird.
Ich habe dies oft erlebt, wenn Gebete nicht erhört wurden.
Viele von uns haben ihre eigene Geschichte mit nicht erhörten Gebeten.
Meistens bleiben wir dabei mit der Frage nach dem Warum zurück.
Leider ist Google nicht wirklich gut darin,
die Frage zu beantworten, warum Gott deine Situation nicht verändert hat.
Oder warum er dir nicht das gegeben hat, was du am meisten gebraucht hast.
Das Internet versteht nicht, in welcher Situation du steckst,
und es kann schwer sein, zu warten oder ein “Nein” zu hören.
Aber wenn du lernst, jemandem zu vertrauen, der dich so sehr liebt,
dass er sogar für dich sterben würde, und der dir gute Dinge schenken will,
wird das deine Erfahrung mit dem Gebet verändern.
Eines solltest du jedoch beim Beten im Kopf behalten,
besonders dann, wenn du deine Bedürfnisse äußerst:
Dass Gott die anderen Menschen genauso liebt wie dich.
Der Apostel Paulus wollte die ersten Gläubigen unbedingt ermutigen,
dieses größere Bild zu sehen.
Und er sagte: Gott lässt bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten mitwirken.
Ich habe oft damit gekämpft, wenn Gott meine Gebete nicht erhörte.
Aber ich habe dabei auch eine ganze Menge gelernt.
Denn manchmal hat Gott
mir etwas komplett anderes gegeben, als ich mir erbeten hatte.
Etwas später jedoch stellte ich fest, dass ich genau das am meisten brauchte.
Und durch diese Erfahrungen im echten Leben, in denen
ich Gott um etwas bat und er es mir auf seine Weise gab,
habe ich begonnen, zu erkennen,
dass Gott uns in der Tat viel besser kennt als wir uns selbst.
Nua Origins
Ich hoffe, dass du durch diese Episode ermutigt wurdest, in der wir überlegt haben, was beten bedeutet
und welche Möglichkeiten es gibt, mit Gott in Kontakt zu treten.
Ein guter Start ist es, ein tieferes Verständnis für
eine der ältesten Lehren zu entwickeln, die Jesus zum Thema Gebet lehrte.
Dieses Gebet hast du vielleicht schon über tausend Mal gebetet.
Das Vaterunser oder auch “Das Gebet des Herrn”.
Es beginnt mit: “Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name.”
Das hilft uns, anzuerkennen, wer Gott ist.
Gott ist so viel größer als alles auf der Welt und doch ist er uns so nah wie ein Vater.
Jesus fährt dann fort: “Dein Reich komme,
dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden.“
Wir beten dafür, dass sich Gottes Wille auf der Erde durchsetzt.
Wir gestehen ein, dass man seinen Wegen vertrauen kann,
auch wenn sie manchmal schwer zu verstehen sind.
Danach beten wir für das, was wir brauchen.
Jesus ermutigt uns, für unser tägliches Brot zu beten.
Vielleicht sagst du jetzt: “Aber bitte glutenfrei!”
Aber eigentlich geht es gar nicht ums Brot. Es geht um unsere täglichen Bedürfnisse.
Kleidung, Essen, Wärme oder Hilfe bei der nächsten Klassenarbeit.
Oder einfach um Orientierung für die Zukunft.
Egal, was es ist, Jesus weist uns an, unsere Bedürfnisse vor unserem Vater offenzulegen.
Er sorgt sich auch um das kleinste Detail unseres Lebens.
Danach widmet sich Jesus der Vergebung.
Vergib uns unsere Schuld.
Wenn wir das tun, geben wir zu,
dass wir nicht alles im Griff haben und Gottes Vergebung brauchen.
Jesus ermutigt uns auch, für Kraft zu beten, um anderen zu vergeben.
Wir alle wurden in unserem Leben bereits verletzt oder ungerecht behandelt.
Wir müssen um Kraft beten,
um dieselbe Vergebung anbieten zu können, die Gott uns geschenkt hat.
Zum Schluss betet Jesus:
Führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Das ist das einfache Gebet, dass Gott uns hilft, den richtigen Weg zu gehen.
Dass wir nein sagen zu dem, was uns am Leben hindert
und ja zu dem, was Leben schenkt.
Das ist Jesu Vorlage, wenn du anfangen willst, zu beten.
Keine Tricks, keine großen Worte.
Nur unser echtes Ich, das vor unseren echten Gott mit seinem echten Leben tritt.
Probier es einfach aus!