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8.1 Kann Jesus mein Leben beeinflussen?
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8.1 Kann Jesus mein Leben beeinflussen?
Es ist wichtig, über das Wesen Gottes nachzudenken, warum er uns geschaffen hat und welche Beziehung wir zu ihm haben können.
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TeilenGenesis 1:27
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German, Standard (Deutsche)
Als Jugendarbeiter hatte ich das Privileg,
schon mit tausenden Jugendlichen über meinen Glauben sprechen.
Ich hab diese Gespräche und die unbeschwerten Diskussionen geliebt,
auch all die Fragen, die aufkamen.
Sie stellten mir wirklich jede erdenkliche Frage, zu Themen wie Kleidung,
mein Liebesleben, das Himmelreich, die Hölle, Außerirdische und sogar über den Weihnachtsmann.
Sehr häufig fragt man mich auch zum Thema der Schöpfungsgeschichte.
Zu Adam und Eva.
Und ich verstehe die Faszination.
Wenn du je das erste Buch der Bibel,
die Genesis, über die Schöpfungsgeschichte gelesen hast,
kann es sein, dass dich die Details verwirrt zurückgelassen haben.
Gott erschuf die Welt in 6 Tagen.
6 Tage?
Das muss ein Witz sein.
Die Welt ist doch riesengroß!
Und am Abend des 6. Tages erschuf er Adam und Eva
und setzte sie in den Garten Eden.
Hatten sie Bauchnabel?
Warum sollten sie?
Wie hätten sie diese ihren Kindern erkläret?
Es steht, dass es im Garten einen Baum der Erkenntnis von Gut und Böse gab,
von dem sie nicht essen durften.
War das ein Apfelbaum?
Warum nehmen wir das immer an?
Ein „Apfel“ wird nirgends in der Bibel erwähnt.
Vielleicht war es eine Birne, eine Mango oder eine Papaya.
Eines Tages kommt eine sprechende Schlange aus dem Unterholz
und verführt Adam und Eva dazu, vom Baum zu essen.
Diese Schlange schürte bei Adam und Eva Zweifel
darüber, ob Gott wirklich gut war und
überzeugte sie, dass Gott etwas vor ihnen verheimlichte.
Adam und Eva verstießen gegen das Gebot Gottes,
aßen vom Baum und ihre Augen wurden geöffnet.
Das war der Moment, als die „Schuld“ in die Welt kam.
Sie erkannten, dass sie nackt waren.
Sie schämten sich und versteckten sich im Wald.
Jeder Christ der Welt legt diese Geschichte wohl anders aus.
Manche nahmen sie wörtlich.
Andere werden sagen, dass die ersten Kapitel der Genesis
ein Gedicht sind und als solches nicht wörtlich gedeutet werden sollten.
Der Grund, warum ich die Genesis lesen und von ihr lernen will,
ist der Grund, warum diese Geschichte überhaupt verfasst wurde.
Es ist kein wissenschaftlicher Lehrtext.
Der Verfasser wollte uns das Wesen Gottes nahebringen,
den Grund, warum Gott uns erschuf und seine Beziehung zu uns.
Ob du nun glaubst, dass diese Geschichte fiktional oder real ist,
was Adam und Eva widerfuhr, geschieht heutzutage ebenso.
Ich weiß, wie es ist, wenn man sich verstecken möchte.
Ich kenne dieses Schamgefühl, wenn ich Fehler gemacht habe.
Ich weiß, was es heisst, vorzutäuschen jemand zu sein, der man nicht ist,
sodass niemand wirklich weiss, wie ich wirklich bin.
Doch warum fühlen wir uns so?
Warum ist es manchmal so schwer, Fehler sein zu lassen,
das richtige zu tun oder anderen zu vergeben?
Warum leiden wir unter dieser inneren Zerbrochenheit,
mit der wir uns von uns selbst, von anderen und von Gott entfremden?
War die Menschheit schon immer so?
Wie war die Absicht Gottes, als er uns erschuf?
Wie waren Adam und Eva, bevor sie vom Baum aßen und in den Wald liefen?
Es steht geschrieben, dass sie als Ebenbild Gottes perfekt erschaffen wurden,
dass sie absolut keine Schamgefühle hatten
und Seite an Seite mit Gott selbst spazierten.
Wenn auch wir als Ebenbild Gottes erschaffen wurden,
müssen wir Gottes Wesen begreifen,
so dass wir auch uns selbst besser verstehen können.
Das Problem ist, dass Gott gewissermaßen ein Mysterium ist, ein gutes allerdings.
Gott ist dreieinig; er ist der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Gott ist eine eigenständige Gemeinschaft, die erschaffen und teilen will.
Und wenn sich die Menschheit von ihrer besten Seite
zeigt, reflektiert sie dieses Ebenbild Gottes.
Zum Beispiel, wenn wir großartige Kunstwerke erschaffen
oder technologischer Fortschritt bewerkstellligen.
Oder denk mal an Eltern, die sich danach sehnen, ihre gemeinsame Liebe mit
einer wachsenden Familie zu teilen.
Und genau deshalb sagte Gott, bevor er Eva schuf,
es sei nicht gut für den Menschen, alleine zu sein,
denn Gott erschuf uns, um gekannt, gesehen
und akzeptiert zu werden. Um zu lieben und geliebt zu werden.
Genau das hat Jesus mir gezeigt.
Ich will nicht überreligiös daherkommen.
Es geht mir darum, was Gott darüber sagt, was oder wer ich bin.
Und ich brauche das. Denn ich tue mich schwer, das alles zu glauben.
Ich tue mich schwer damit zu glauben, dass ich akzeptiert bin,
dass ich gekannt und geliebt werde ja sogar damit, dass mir vergeben ist.
Ich bin sicher damit nicht der Einzige.