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8.3 Was hält uns gefangen?
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Was hat Jesus mit mir zu tun? (Episode 8)·3 von 3Clip 3 von 3
8.3 Was hält uns gefangen?
Jesus ist gekommen, um uns von dem Lebensdruck zu befreien, der uns gefangen hält.
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German, Standard (Deutsche)
Seit Menschengedenken interessieren wir uns für das Leben nach dem Tode.
Vielleicht meinen ja manche, es regelrecht bereits zu spüren,
dass wir eines Tages für alle
unsere Handlungen hier auf der Erde zur Verantwortung gezogen werden.
Die alten Pharaonen in Ägypten symbolisierten dies mit dem Schlüssel des Lebens.
Sie glaubten, dass ein menschlicher Leichnam
erst nach der Rückkehr der Seele wiederbelebt werden konnte.
Also balsamierten sie die Leichname
in genau so einem Tempel ein, um der Verwesung vorzubeugen.
Falls der Pharao ein gutes Herz gehabt hatte, konnte so die Seele
zurückkehren, den Körper wiederfinden
und den Prozess der Auferstehung vollenden.
Und natürlich wurden die Leichname danach bestattet,
weshalb wir heute diese faszinierenden Bauwerke haben.
Einige tausend Jahre später
verkündete Jesus eine ganz andere Lehre über das Leben nach dem Tode.
Er sprach zu großen Volksmengen, von Booten aus wie diesem hier.
Er sprach darüber, dass man sich nicht vor dem Leben nach dem Tod fürchten müsse.
Und dass man auch keine ausgeklügelten Taktiken anwenden muss, um es sich zu sichern.
Stattdessen sprach er mit einer Vollmacht
als derjenige, der unsere Sünden wegnehmen kann, sodass wir in jenen Leben eintreten können.
Jesus sprach ebenfalls über die Sünde
in einer Weise, dass wir ihre Wirkung auf unser Leben einschätzen können.
Die Folgen der Sünde und der Kämpfe, uns selbst zu sein,
sogar vor Gott.
Oder die Folgen der Sünde, die sich darin zeigen, dass in den Dingen dieser Welt
unsere Identität und unseren Selbstwert finden.
Oder die Folgen der Sünde, die uns dazu bringen Macht und Einfluss über andere
zu deren Nachteil auszunützen.
Jesus sagte, wenn wir dem vertrauen, was er für uns getan hat,
werden wir die Wahrheit erkennen, die uns befreien wird.
Die Spiele, die die Welt spielt, sind interessant.
Marketing, Werbung.
Firmen wollen uns dazu bringen, etwas zu sein oder zu kaufen,
indem sie unsere Unsicherheiten und Identitätskrisen ausnutzen.
Sie versprechen uns, dass wir das werden können, was sie wollen.
Im Grunde wollen sie uns verkünden dass wir eine bestimmte Identität annehmen müssen,
damit wir dazugehören oder gut und wertvoll genug sein können.
Doch dies widerspricht der Lehre von Jesus völlig.
Die Welt sagt uns: Wenn du doch nur etwas attraktiver wärst,
wenn du nur etwas gewinnender wärst!
Komm zu uns und wir machen dich hübscher, schlauer, witziger und reicher.
Jesus schon hatte mit genau so einer „Welt“ um ihn herum auch schon zu tun.
Sicherlich behauptete damals niemand,
dass Jesus fitter sein oder dass er Shampoo kaufen sollte.
Doch die Ankündigungen des kommenden Messias,
des Christus, die omnipräsent waren,
legten einen Erwartungsdruck auf sein Leben.
Wenn der Messias kommt, wird er uns zum Sieg führen.
Der Messias wird uns mächtig machen.
Wenn der Messias kommt, wird er die Römer stürzen
und unsere Feinde mit dem Schwert schlagen.
Als Jesus nun lebte und die Liebe und Güte Gottes demonstrierte,
begegnete man ihm mit all diesen Erwartungen.
Im Johannesevangelium speist er 5000
Menschen, verschwindet jedoch schnell, weil er realisiert, dass die Leute
ihn mit Gewalt zu ihrem König machen wollen.
Dafür war er nicht auf die Erde gekommen und er ließ die Welt auch nicht siegen.
Ein Grund seiner Menschwerdung war es, dass er uns
Menschen befreien wollte vom gesellschaftlichen Druck,
der uns gefangen hält.
Die Zeitgenossen Jesu hatten sich so in den Folgen ihrer Sünden verstrickt,
dass sie von Jesus die Errichtung eines Imperiums
auf der Basis von Macht und Blutvergießen forderten.
Doch er war gekommen, um ein Königreich aufzubauen,
das auf der Liebe und der Opferbereitschaft gründete.
Das Opfer, das Jesus brachte, war überwältigend.
Er wurde geschlagen, ausgepeitscht, bespuckt.
Man setzte ihm eine Dornenkrone auf
sodass er wie die Karikatur eines Königs wirkte.
Ans Kreuz geschlagen, um zu sterben.
Es schien, dass Jesus verloren hatte. Dass Gott verloren hatte.
Doch den Jüngern war damals nicht klar, dass genau
auf diese Weise ein Wandel in der Welt herbeigeführt werden würde.
Sünde und Zerbrochenheit kamen in die Welt,
als die Menschheit versuchte, Gottes Platz einzunehmen.
Doch Heilung und Vergebung kamen in die
Welt, als Gott unseren Platz einnahm.
Ein altes Gebet lautet:
Er öffnete seine Arme am Kreuz und mit einer Liebe, die stärker als der Tod ist,
opferte sich für die Sünde in einem vollendeten Opfer.
Am Kreuz, als Jesus am verwundbarsten ist,
nimmt Jesus all unsere Menschlichkeit auf sich,
all unsere Schwäche. Es war eine Entscheidung aus Liebe.
Am Kreuz hängend umarmt er all unsere Zerbrochenheit,
alles, was uns angetan wurde,
und alle Zerbrochenheit an anderen, die wir verschuldet haben.
Und bevor er stirbt, ruft er: „Es ist vollbracht.
Das war´s.
Es ist vorbei.
Uns wird vergeben.
Wir können frei sein.“
Und wenn jemand mich fragt:
"Was hat denn Jesus mit mir zu tun?"
Dann sage ich: "Er starb für mich,"
was mir sagt, dass ich es sogar wert bin, dass jemand für mich stirbt, mich liebt,
dass ich erkannt und beachtet werde.
Er starb für mich – so wie ich bin.
Ich bin angenommen.
Ich sage dann, dass Jesus von den Toten auferstand,
was ein Symbol dafür ist, dass nichts so bleiben muss, wie es war.
Und dass er mir den Heiligen Geist gab.
Ich muss das nicht alleine vollbringen.
Diese Serie hat uns auf eine Reise mitgenommen.
Manchmal hat es sich angefühlt, als wären wir Wissenschaftler in einem Labor.
Andere Male hat es sich angefühlt wie das Abstauben alter Bücher,
um zu sehen, was dort stand.
Wir erörterten, ob historische Ereignisse tatsächlich geschahen
und fragten uns, wie wir mit eigenem Leiden umgehen.
Eine dieser viele Fragen aus diesen Episoden will ich
noch zum Schluss stellen.
Ich habe nach einer Antwort gesucht. Was würdet ihr sagen?
"Was hat Jesus mit dir zu tun?"
Niemand kann diese Frage für dich beantworten.
Nur du kannst es.
Man sagt, dass auf körperlicher, emotionaler und spiritueller
Ebene unsere Entscheidungsfreiheit das Wertvollste ist.
Am Anfang steht stets eine Entscheidung.
Dich für den Glauben an etwas Größeres als dich selbst
zu entscheiden, kannst nur du selbst.
Ich glaube, du bist so geliebt, wie du bist,
von einem Gott, der sich nicht gescheut hat, die Beziehung zu dir wiederherzustellen.
Ich glaube, Gott hat dich gewählt.
Was wirst du wählen?