Was hat Jesus mit mir zu tun? (Episode 8)·2 von 3

8.2 Wie viel bin ich wert?

Jesus kam in die Welt, um uns ein Leben der Demut, der Liebe und der Fürsorge für die Welt zu zeigen.

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John 1:14
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Transkript

German, Standard (Deutsche)
Als Jesus in die Menschheitsgeschichte eintrat, wurde es so richtig spannend. Gott in Menschengestalt. Das Johannesevangelium beschreibt es genau dies so: Gott wurde Mensch und wohnte unter uns. Jesus wohnte plötzlich in unserer Nachbarschaft. Gott rief seine Botschaft nicht vom Himmel herab. Nein. Er wurde einer von uns. Wenn Gott egoistisch oder unsicher gewesen wäre, dann hätte er in einem effektvollen Wirbelwind die Szene betreten können, unter der Anbetung seiner Bewunderer und mit einem epischen Soundtrack. Doch er machte es genau anders herum. Und genau das stimmt uns ein auf sein Leben, seine Worte und sein Handeln. Er wurde nicht in einem Königspalast geboren. Sondern in einem Stall. Genau hier, in Bethlehem. Und er war nicht das Kind bodenständiger Eltern. Seine Familie war auf der Flucht, vor König Herodes. Jesus hat wohl als Kind hier in Ägypten gelebt, in so einer Gruft, neben einem Brunnen, bis zu einem Alter von 3.5 Jahren. Uns entgeht oft, dass Jesus einst ein Asylsuchender war in einem fremden Land, dass seine Familie von der Verfolgung im Heimatland bedroht war. Die vier Evangelien erzählen viel über seine Geburt und dann über sein Wirken ab dem Alter von 30. Ich wüsste ja gerne einmal, was in den Jahren dazwischen geschah. Wie es wohl für Jesus gewesen war, hier in Nazareth, auf genau diesen Straßen irgendwo aufzuwachsen? Wie war Jesus als Teenager? Wurde er gemobbt, weil er zu gut für diese Welt war? Hatte er Angst im Dunkeln? Wollte er anerkannt werden? Verliebte sich einmal ein Mädchen in ihn? Darüber nachzudenken, kann wirklich Spaß machen. Doch von all dem, was wir wissen, ergibt sich für mich folgende Botschaft. Gott wurde Mensch, um ein Leben zu leben, das wir niemals leben könnten und eines Todes zu sterben, den wir niemals sterben werden. Worauf ich hinauswill: Wenn Jesus uns einfach nur hätte retten wollen, hätte er einmal an einem Wochenende als Erwachsener auf die Erde kommen und für uns sterben können. Doch stattdessen lebte Gott hier auf der Erde 33 Jahre lang. 33 Jahre lang formte Gott Beziehungen zu Menschen, erwies den Außenseitern Annahme, liebte sogar seine Feinde und heilte auch jene, die sich nicht einmal bedankten. Jesus zeigt uns das wahre Wesen Gottes. Ich sprach über jene sprechende Schlange die den Geist Adams und Evas verwirrte. Diese Begebenheit zeigt, wie leicht wir dazu gebracht werden können, die Güte Gottes anzuzweifeln oder zu zweifeln, ob wir ihm wirklich vertrauen können. Die Evangelien beschreiben uns, dass Jesus in 33 Jahren zeigte, wie vertrauenswürdig er ist, wie bescheiden er auf die Welt kam und wie grausam er starb. Jesus erlebte alles, was auch wir erleben, Schmerzen, Schwierigkeiten, Prüfungen. Er überwand alles – ohne zu sündigen. Er erlebte unsere Versuchungen und unsere Kämpfe. Er steckte im wahrsten Sinne des Wortes in unserer Haut. Doch für mich ist er mehr als nur ein guter Freund. Mehr als ein guter Lehrer. Er ist mein Erlöser. Aus freiem Willen. Die Tage vor seiner Kreuzigung werden so authentisch erzählt. Freiwillig geht er nach Jerusalem, obwohl er weiß, dass er sterben wird. In der Nacht vor seiner Kreuzigung ging er in den Garten Gethsemane und sprach im Gebet über seine Furcht über das, was nun kommen sollte. Das geschah unter genau solchen Bäumen, mit einer Aussicht auf die Stadt im Hintergrund. Er fiel auf seine Knie und schrie zu seinem Vater im Himmel. Er rief so laut, dass er wortwörtlich Blut schwitzte wegen seiner Angst. Er bat laut darum, dass wenn es eine andere Möglichkeit gäbe, der Welt die Sünden zu vergeben, die Menschheit an ihr wahres Wesen zu erinnern, die Leidenden zu heilen, dann würde er eine solche Option vorziehen. Wir werden niemals die volle Dimension dessen begreifen, was Jesus für uns durchmachte. Andere Religionskonzepte fokussieren sich darauf, wie man zu Gott kommt oder einen Gott zufriedenstellt, doch die Geschichte der Bibel, die Geschichte von Jesus, zeigt uns alles, was Gott auf sich genommen hat, um zu uns zu kommen.
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