Worth (Episode 2)·2 von 3

2.2 Was ist die Bedeutung von Weihnachten?

An Weihnachten geht es darum, dass Gott uns sein größtes Geschenk macht: Jesus. Jesus ist die Gelegenheit, unsere Beziehung zu Gott wiederherzustellen. Jesus wischt unsere Schuld und Sünde weg.

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Transkript

German, Standard (Deutsche)
In den letzten Jahren haben wir Iren ungefähr 5 Milliarden Euro für Weihnachtsgeschenke ausgegeben. Man denke nur an all die Socken, Schals und Duschgels. Verrückt, nicht? Ich hab schon verstanden. Ich sollte öfters duschen. Als ich jünger war, war mein liebstes Geschenk Schokoladentaler. Sie waren für mich mehr wert als richtiges Geld. Etwas zu verschenken, kann stressig sein, denn wir wollen etwas schenken, was unsere Wertschätzung zeigt. Wir wollen das Richtige schenken. Einer der Gründe, warum ich Weihnachten noch mehr liebe als früher, ist, dass ich jetzt immer besser verstehe, was Weihnachten wirklich bedeutet. An Weihnachten geht es um Gottes größtes Geschenk an uns, seinen Sohn Jesus. Das beste Geschenk überhaupt. Es kam ein bisschen unerwartet. Wenn ich Gott gewesen wäre, hätte ich die Welt ganz anders betreten. Im Scheinwerferlicht, mit epischer Musik und auf dem roten Teppich. Mindestens in einem Livestream und mit so viel Tamtam wie möglich. Aber genau das Gegenteil ist passiert. Jesus kommt beinahe unerkannt zur Welt. Selbst die ersten Zeugen gelten in der Gesellschaft nicht viel. Es gibt keinen roten Teppich. Selbst den Gesang der Engel hören nur wenige Menschen. Kein großer Knall, nur ein leises Flüstern, als Gott erscheint. Das Leben Jesu war auch ganz anders als man es von Gottes Sohn erwartet hätte. Jesus lebte wie Du und ich. Er erlebte Höhen und Tiefen und alle Arten von Schmerzen, genau wie wir. Er wurde müde, hungrig, wütend, traurig. Er lachte. Er weinte. Er liess Steine übers Wasser hüpfen, ging fischen. Und vielleicht schlief er auch unterm Sternenhimmel. Jesus tat auch viele unerwartete Dinge. Einmal ging Jesus mitten am Tag zu einem Brunnen. In der brütenden Mittagshitze kam eine Frau allein zum Brunnen. Normalerweise holte man das Wasser bei Sonnenaufgang. Diese Frau war jedoch eine Ausgestoßene, so dass sie ihr Wasser mitten am Tag holen musste. Was Jesus als nächstes tut, ist total unerwartet. Damals sprachen Männer in der Öffentlichkeit nicht mit Frauen, schon gar nicht mit Frauen mit einem solch schlechten Ruf. Und erst recht nicht mit Frauen aus Samaria. Mit denen verstanden sich die Juden nicht gut. Jesus interessiert das aber nicht. Statt diese Frau zurechtzuweisen, spricht Jesus in ihre Gebrochenheit hinein. Er bietet ihr Vergebung und ein neues Leben an. Mit dem Wasser aus dem Brunnen erklärt er, dass jeder, der dieses Wasser trinkt, wieder Durst bekommt. Wer aber das Wasser trinkt, das ich ihm gebe, wird niemals mehr Durst haben. Anders gesagt, versuche nicht mit weltlichen Dingen deine inneren Bedürfnisse zu stillen die nur die Beziehung zu unserem liebenden Schöpfer stillen kann. Die Frau rennt nach Hause und erzählt im Dorf, was passiert ist. Die Veränderung ist so dramatisch, dass alle wollen, was sie gefunden hat. Diese Begegnung ist so bedeutsam, weil die Frau eine besondere Geschichte hatte. In ihren vergangenen Beziehungen hatte sie viele Fehler gemacht. Das machte sie zur Außenseiterin. Doch diese eine Begegnung hat ihr Leben für immer verändert. Jesus befreite sie von jeder Schuld und Scham, die sie bedrückte. Aus diesem Grund wurde Gott Mensch. Um bei uns zu sein. Um uns wieder mit Gott zu verbinden und Licht in unsere Dunkelheit zu bringen. Um mit uns dort zu sein, wo wir sind und uns zu helfen, unseren Weg zu finden. Überall in den Evangelien sind Menschen schockiert darüber, wie herzlich Jesus mit bestimmten Menschen umgegangen ist. Und sie sind von seinen Taten überrascht. Auch der Apostel Petrus war schockiert, als Jesus ihm die Füße waschen wollte. Das Evangelium malt uns ein Bild von Petrus, wie er Jesu Hände wegschlägt. Auf keinen Fall würde er den Gott des Universums seine stinkenden Füße waschen lassen. Doch Jesus erklärte Petrus, dass er nicht gekommen sei, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. Jemandem vor 2000 Jahren die Füße zu waschen, war ein ziemlich widerlicher Job. Nur wenige Menschen hatten Schuhe. Es gab viel Dreck und vieles andere mehr damals auf den Straßen. Auch hier hatte Jesus etwas vor. Was er tat, war zwar ein unglaublicher Dienst, aber das Waschen der Füße der Jünger deutete noch auf etwas viel Größeres hin. Die Bereitschaft von Jesus, den Schmutz von den Füßen der Jünger zu waschen, zeigte seine Bereitschaft, alle Scham und Schuld in ihrem Leben abwischen zu wollen. Aber so wie Petrus damit rang, Jesus zu erlauben, ihm die Füße waschen, können auch wir mit dem Gedanken ringen, es Gott zu erlauben, uns zu dienen und uns zu lieben und unsere Schuld wegzuwaschen. Das ist die wahre Geschichte von Weihnachten, vom Licht in der Dunkelheit, dem größten Geschenk, das die Schuld der ganzen Welt auf sich nimmt. Danke für’s Zuschauen!
JesusFilm