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4.1 Wie war Jesus wirklich?
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Hätte ich Jesus gemocht? (Episode 4)·1 von 3Clip 1 von 3
4.1 Wie war Jesus wirklich?
Jesus ist überall um uns herum in der Kultur, weil er absolut einzigartig und vertrauenswürdig ist.
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German, Standard (Deutsche)
Es hat niemals eine Nation, eine Armee
oder eine Einzelperson gegeben, die die Menschheitsgeschichte in einem solchen Maße verändert hat wie Jesus.
Bis heute ist er unverändert populär geblieben.
In jeglicher Hinsicht stößt man in unserer Welt fast überall auf Jesus.
Du wirst ihn in Kinos finden, denn es gibt über 100 Jesus-Filme.
Oder in der Musik.
Jeder – von den Beatles bis zu Justin Bieber – hat schon von Jesus gesungen.
Sogar in Zeichentrickfilmserien - wie etwa South Park,
Family Guy, oder Die Simpsons.
Wenn dein Bild von Jesus nur auf den Darstellungen unserer modernen Kultur beruhen würde,
würde mir das Sorgen machen,
denn ich glaube, dass der Charakter und die Persönlichkeit von Jesus
aus zwei Gründen sehr bedeutend sind.
Zum einen: Es ist dokumentiert, dass er sagte, er sei der Sohn Gottes.
Also wenn all das mit Jesus stimmt, wenn du ihn kennenlernst, wie er wirklich ist,
dann lernst du auch Gott kennen.
Und wir fragen uns hier nicht nur: „Kann ich an ihn glauben?“
Sondern – viel wichtiger: „Kann ich ihm vertrauen?“
Ich persönlich habe mich nicht nur entschieden, Jesus, seinen Lehren und seinem Vorbild nachzufolgen
weil ich überzeugende Beweise für meinen Glauben gefunden habe,
sondern auch, weil ich die Person Jesus überzeugend finde.
Ich möchte gerne von drei sehr interessanten Begegnungen erzählen,
die Jesus mit bestimmten Menschen hatte.
Denn wenn man sieht, wie jemand andere behandelt, lernt man eine Menge über ihn.
Der Evangelist Johannes berichtet eine sehr schöne
und emotionale Begebenheit über eine Ehebrecherin, die man in flagranti erwischt wurde.
Damals wurde ein solches Vergehen mit dem Tod durch Steinigung bestraft.
Eines Tages kam eine aufgebrachte Menschenmenge, die eine halbnackte Frau vor Jesus schleifte.
Sie wurde direkt vom Tatort – nämlich vom Wohnort
des untreuen Ehepartners – zu Jesus geschleppt.
Sie ist zwar das Gesprächsthema, doch es geht nicht wirklich um sie.
Die Religionsführer denken, dass sie hier einen Weg gefunden haben, um Jesus eine Falle zu stellen und ihn zu diskreditieren.
Die Frau ist nur Mittel zum Zweck.
Dem jüdischen Gesetz nach drohte ihr die Todesstrafe durch
Steinigung, doch die Römer regierten damals über die Juden,
und somit waren Juden nicht dazu befugt, Menschen hinzurichten.
Die Religionsführer hoffen, dass einer von zwei Fällen eintritt.
Das erste Szenario: Jesus ordnet an, die Frau zu steinigen.
Dann könnten sie ihn beim Statthalter anzeigen
und ihn durch die Römer bestrafen, möglicherweise sogar töten lassen.
Zweites Szenario: Jesus ordnet an, die Frau gehen zu lassen.
Dann könnten sie ihn anzeigen, weil er nicht dem Gesetz folgt
und somit als Lehrer nicht vertrauenswürdig wäre.
Somit denken sie, dass sich Jesus im Zugzwang befindet.
Entweder wird er durch die Römer hingerichtet oder durch die jüdische Gemeinde bestraft.
Jesus bleibt ruhig, er verfällt nicht in Panik.
Er lehnt sich nach vorne und schreibt in den Sand.
Dann richtet er sich auf und sagt zur Menge:
"Wer von Euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.“
Niemand sagt mehr etwas.
Jesus schreibt weiter in den Sand und sagt ebenfalls nichts.
Die Jünger beobachten ihn überrascht.
Die Frau bedeckt sich mit ihrer Kleidung und schließt ihre Augen,
währenddem sie wartet, dass die Steine auf sie einschlagen.
Die Menge steht einfach da, ihre primitiven Waffen in den Händen,
und blicken nicht mehr auf die zerbrochene Frau vor ihnen.
Nun sehen sie ihre eigene, innere Zerbrochenheit.
Als sie das tun, lösen sie Sie lassen ihren Griff um die Steine,
lassen sie fallen und gehen weg.
Zurück bleibt die halbnackte
Frau, die es nur noch mit ihrem eigenen Gewissen zu tun hat.
Sie sitzt nun in einem Steinkreis vor Jesus
vor dem einzigen Mensch, in ihren Augen, der das Recht hätte, sie zu richten.
Doch er blickt sie an und sagt: "Hat dich niemand verurteilt?"
"Niemand, Herr," sagt sie.
"So verurteile ich dich auch nicht; du kannst gehen, aber sündige nun nicht mehr.“
Ich lernte so viel über Jesus aus dieser spezifischen Begegnung,
denn er reagiert nicht so, wie man es erwarten würde.
Einerseits haben sowohl die Frau als auch die Menschenmenge gesündigt.
Die Menge zeigt ihre Sünde durch ihr Verurteilen,
ihren Ärger, ihre Arroganz.
Die Frau zeigte sie durch ihren Ehebruch.
Doch Jesus verurteilte sie nicht wie alle anderen.
Er holt nicht sein schwarzes Buch hervor mit den Fehlern der Menschen drin
und hebt auch keinen Stein vom Boden auf.
Stattdessen spricht er sie frei von einem menschlichen Urteil,
entwaffnet die ärgerliche Menge
und lädt sie ein, ein neues Leben ohne Sünde zu beginnen.
Jesus zeigt uns, dass es keinen Fehler gibt, den er nicht vergeben und
keine Situation, die er nicht zum Guten wenden könnte.