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4.3 Ist es in Ordnung zu zweifeln?
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Hätte ich Jesus gemocht? (Episode 4)·3 von 3Clip 3 von 3
4.3 Ist es in Ordnung zu zweifeln?
Sogar einige von Jesu Jüngern hatten Zweifel, obwohl sie Zeit mit ihm verbracht hatten. Und Jesus antwortete auf ihre Zweifel mit Liebe und Mitgefühl.
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TeilenJohn 20:29
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German, Standard (Deutsche)
Ich mag mich noch gut erinnern, dass ich direkt nach meiner Führerscheinprüfung
meine Mutter überall hin fahren musste.
Während dieser Fahrten
stellte sie mir oft Glaubensfragen.
Zu jener Zeit war ich selbst noch am herausfinden, was ich glaubte.
Ich wusste eine Menge über Jesus und die Bibel,
doch mir blieben Fragen über beides.
Allmählich wurde mein Glaube immer stärker,
doch ich musste mich durch ziemlich ernsthafte Zweifel hindurcharbeiten -
und das ist immer noch der Fall.
Meiner Mutter war es wirklich wichtig, dass ich gläubig bin.
Und es ist für viele Menschen sehr bedeutsam in ihren Leben.
Wenn wir uns nun also selbst Glaubensfragen stellen,
kann das manchmal diese anderen Menschen enttäuschen.
Doch Zweifel war immer Teil des Glaubens und wird es immer sein.
Es ist natürlich, es ist real
und es ist etwas, das das Christentum begrüßt.
Okay, stosst mich.
Nachdem Jesus auferstanden war,
wanderte er von seinem Grab los und erschien seinen Jüngern.
Zumindest den meisten.
Als sie ihn sahen, waren sie völlig aus dem Häuschen.
Die Tränen der Trauer verwandelten sich in Tränen der Freude.
Sie sahen die Öffnungen in seiner Hand und in seiner Seite.
Sie hörten seine Stimme und ihr Glaube war wieder hergestellt.
Ein Jünger fehlte.
Es war Thomas.
Während der darauffolgenden Tage erzählten die Jünger ihm alles.
Was sie gesehen und gehört, und was sie
gefühlt hatten.
Doch Thomas sagte:
„Wenn ich nicht die Wunden von den Nägeln in seinen Händen sehe, meinen Finger in diese Wunden halte,
und meine Hand in seine Seite lege, kann ich’s nicht glauben.“
Allzu oft, wenn Leute diese Geschichte weitererzählen,
urteilen sie Thomas viel zu oft viel zu scharf ab.“
Sie nennen ihn den „ungläubigen Thomas“
und sagen, er hätte halt einfach nur gehorchen und glauben müssen.
Doch versetzen wir uns doch einfach mal in Thomas‘ Lage.
Wenn wir einen Nahestehenden verlieren würden
und unsere Familie würde zu uns kommen und sagen:
„Du wirst es nicht glauben. Er ist wieder da.
Er war tot, doch nun lebt er wieder.“
Das wäre schon seltsam, wenn wir dann einfach zur Antwort geben: „Klasse!“
Sofort würde die Familie fragen „Freust du dich denn gar nicht?“
Ohne zu sehen, hättest du Mühe, zu glauben.
Nicht etwa weil du nicht genug gläubig wärst,
sondern weil du diesen Menschen so sehr liebst,
kannst du es nicht riskieren, ihn noch einmal zu verlieren.
Du kannst es nicht riskieren, zu hoffen und wieder enttäuscht zu werden.
Ich glaube, so ging es auch Thomas.
Es war eine Frage, die aus seinem tiefsten Herzen kam.
Er war nicht etwa ein Jesus-Gegner, er wollte Jesus einfach wiedersehen.
Und wieder glauben.
Er wollte ihn nicht schon wieder verlieren.
Und Jesus ging so rücksichtsvoll mit Thomas um.
Er erschien ihm persönlich,
und er kritisierte ihn nicht für seinen Unglauben.
Er zählte ihm keine Gründe auf, warum er hätte glauben sollen.
Er sagte: „Hier, berühre meine Wunden.
Berühre mich dort, wo die Nägel mich durchbohrt haben.“
Er gab Thomas die Gelegenheit, erneut zu glauben.
Wieder zu hoffen.
Mir gefällt es, dass Jesus lieber Mitgefühl als Anklage ausdrückte.
Der Gott, der Mensch wurde und für uns starb,
enthüllte seine Wunden, um Thomas dort zu begegnen, wo er innerlich war.
Und er sagte: „Du glaubst weil du mich gesehen hast.
Gesegnet sind die, die glauben ohne zu sehen!“
Als Jesus das sagte, sprach er über uns heute.
Er meinte, dass es schwer sein kann zu glauben und zu hoffen.
Doch ich liebe diese Begegnung und ich kann mich gut in sie hineinversetzen.
Das geht sicherlich vielen von uns so.
Jesus zeigte Thomas, dass es nicht nötig war, so zu tun, als zweifelte er nicht.
Jesus erlaubte Thomas gewissermaßen ehrlich zu sein, zu seinen Zweifeln zu stehen,
Fragen zu stellen und nach Antworten zu suchen.
In gewisser Hinsicht werden wir nie wissen, was für ein Mensch Jesus wirklich war.
Wir waren nicht dabei vor 2.000 Jahren.
Doch uns liegen vier historische Berichte über sein Leben vor,
die zeigen, was für eine unheimliche Güte und Liebe er ausstrahlte.
Selbst die antiken Historiker der damaligen Zeit bestätigen dies.
Die Historiker Plinius und Lucian dokumentieren Jesus als weisen und hochrespektierten Lehrer,
Josephus beschreibt schreibt sogar über die Wunder, die er wirkte.
Manche sagen, Jesus sei einfach nur ein weiser Mensch, ein bedeutender Religionslehrer gewesen.
Doch kein Weiser behauptete jemals, er könne Sünden vergeben,
so wie Jesus dies mit der Ehebrecherin demonstrierte.
Und kein Weiser wusste so viel über die Privatsphäre unzähliger Menschen,
wie wir an der Begebenheit mit der langjährigen Kranken sahen.
Und kein Weiser ist jemals von den Toten auferstanden,
und seinen trauernden und zweifelnden Jüngern erschienen,
hat ihnen seine Wunden gezeigt
und ihnen zugeflüstert: „Ihr könnt mir glauben. Es ist wahr.“